In der unmittelbaren Umgebung des Anwesens gibt es Wanderwege, auf denen die absolute Ruhe die Beobachtung majestätischer Greifvögel und kleiner kanarischer Endemiten erleichtert. Dieser Feldführer beschreibt detailliert, welche Arten in der Umgebung unserer Unterkunft gesichtet werden können und wie man sie identifiziert.
Für eine erfolgreiche Vogelbeobachtung bietet die Gegend zwei Hauptrouten mit kontrastreichen Landschaften, die es ermöglichen, eine sehr vielfältige Fauna in unmittelbarer Nähe der Villa zu erfassen.
Dieser Weg, der zum Jardín Canario hinabführt, verläuft entlang des Schluchtgrundes. Es ist eine geschützte Umgebung, gekennzeichnet durch höhere Feuchtigkeit, imposante Oasen der Kanarischen Dattelpalme (Phoenix canariensis) und Ufervegetation.
Beobachtungsprofil: Vögel, die an traditionelle Anbauflächen und Gebiete mit hoher Baumdichte gebunden sind.
Schlüsselarten auf dieser Route:
-Die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea canariensis): Dies ist die kanarische Gebirgsstelze. Sie sucht nach Abflussgebieten oder alten Bewässerungsgräben am Grund der Schlucht. Sie ist schnell an ihrem leuchtend gelben Bauch und dem ständigen vertikalen Schwanzwippen zu erkennen.
-Der Kanarengirlitz (Serinus canaria): Sehr häufig in den Schilfgürteln des Guiniguada. Im Gegensatz zu Hausvögeln ist sein Gefieder olivgrün und braun, um sich in der Umgebung zu tarnen, aber er behält einen spektakulären und melodiösen Gesang bei.
-Die Kanarenmeise (Cyanistes teneriffae hedwigii): Häufig in den Kronen von Palmen und Weiden anzutreffen, bewegt sie sich akrobatisch. Sie zeichnet sich durch ihre kobaltblaue Kappe aus. Die Unterart hedwigii ist ein exklusiver Endemit der Insel Gran Canaria.
-Kanarenamsel (Turdus merula cabrerae): Eine einheimische Unterart, sehr aktiv auf feuchtem Boden und im Laub auf Nahrungssuche.
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Im Gegensatz zum Grund der Schlucht führt diese Route hinauf in ein exponierteres Mittellandgebiet. Die Landschaft öffnet sich zu einem Mosaik aus Hängen, traditioneller Landwirtschaft und Resten thermophiler Wälder (Mastixsträucher und Wilde Olivenbäume).
Beobachtungsprofil: Große Greifvögel im Flug und Vögel schattiger Waldökosysteme.
Schlüsselarten auf dieser Route:
-Der Turmfalke (Falco tinnunculus canariensis): Er beherrscht die offenen Himmel über Pino Santo. Man kann ihn leicht auf Felsvorsprüngen oder beim „Rüttelflug“ beobachten; (dabei bleibt er statisch in der Luft stehen und schlägt schnell mit den Flügeln) bevor er sich auf seine Beute stürzt.
-Der Mäusebussard (Buteo buteo insularum): Er ist der größte tagaktive Greifvogel der Gegend. An klaren Tagen nutzen die Paare die thermischen Aufwinde, um majestätisch in Kreisen über den Schluchten zu gleiten.
-Das Gran Canaria-Rotkehlchen (Erithacus rubecula superbus): Es bewohnt ausschließlich die schattigsten und waldreichsten Abschnitte der Route. Sein Brustgefieder zeigt
ein viel leuchtenderes Rot-Orange als das des europäischen Rotkehlchens und weist einen sehr ausgeprägten weißen Augenring auf.
Wie unterscheidet man Greifvögel am Himmel über Santa Brígida? Wenn der Flug niedrig ist und der Vogel an einem festen Punkt verharrt, indem er schnell mit den Flügeln schlägt, handelt es sich um einen Turmfalken (Falco tinnunculus). Wenn man ein langsames, kreisendes Gleiten in großer Höhe beobachtet, das die Strömungen der Schlucht nutzt, ist es ein Mäusebussard (Buteo buteo).
Was sind die exklusiven ornithologischen Besonderheiten der Gegend? Die Kanarenmeise (Cyanistes teneriffae hedwigii) und das Gran Canaria-Rotkehlchen (Erithacus rubecula superbus) sind endemische Unterarten mit einzigartigen morphologischen Variationen dieser Insel, was die Wanderwege in der Nähe des Anwesens zu wertvollen Orten für ihre Beobachtung macht.
